Ich gestalte mit Ihnen komfortable Reiseangebote für Alle
Einblicke
Hier finden Sie weitere Infos zu meinem Herzensthema: Barrierefreiheit im Tourismus. Texte zu meiner Philosophie, Interviews mit den Menschen, um die es geht, Hintergrundwissen für Ihre Produktgestaltung oder Ihr Marketing, und vieles mehr. Lassen Sie sich inspirieren!
Für viele Menschen kommt sie einer Revolution gleich: die Erfindung der Punktschrift durch Louis Braille. Dementsprechend wird das 200. Jubiläum weltweit gefeiert!
Lieber Leserinnen und Leser, liebe Lesende, liebe Leser_innen / Leser*innen / Leser:innen, …
so viele Möglichkeiten zu gendern- aber welche ist barrierefrei?
Als Reiseleiterin bin ich immer wieder für tour de sens unterwegs und nach wie vor vom inklusiven Konzept des Veranstalters überzeugt. Ein Einblick für Touristiker, die die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Gäste kennenlernen möchten.
Manchmal ist es ganz schön frustrierend. Da will man Gutes tun, aber es werden einem Steine in den Weg gelegt.
Ich will meine Gaststätte barrierefrei umbauen, aber keiner kann mir die genauen Kriterien für Barrierefreiheit nennen.
Ich will Informationen zur Barrierefreiheit in meiner Destination herausgeben, aber nur wenige Betriebe wollen an "Reisen für Alle" teilnehmen.
Ich will (und muss) meine Internetseite barrierefrei gestalten, aber diese ganzen technischen Anforderungen sind zu kompliziert für mich.
u.v.m.
Tatsächlich muss man zugeben: Vieles, was mit Barrierefreiheit zu tun hat, lässt sich nicht "mal eben schnell" erledigen. Barrierefreiheit ist oft komplex. Sie muss langfristig gedacht werden. Sie ist nicht schnell wieder vom Tisch - sie bleibt.
Warum das so ist? Weil Barrieren vielfältig sind. So wie die Menschen, die auf sie treffen. Es gibt nicht den einen Rollstuhlfahrer, für den ich meine Gaststätte umbaue und dann passt es für alle. Und neben Menschen im Rollstuhl gibt es zahlreiche andere Behinderungen, die dazu führen können, dass jemand nicht oder nur schwer dabei sein kann. Vielfältige Barrieren erfordern vielfältige Lösungen.
Große Aufgaben in kleine Schritte zerlegen
Nun könnte man sich also darin verlieren und letztlich gar nichts tun, weil die Aufgaben zu groß sind. Das wäre für die Barrierefreiheit aber das ungeschickteste, was man tun kann, denn so kommt nichts voran.
Also nehmen wir uns den guten alten Straßenkehrer aus "Momo" zum Vorbild. Er kehrt nicht die ganze Straße, sondern immer ein kleines Stück Weg. Am Ende hat er dann natürlich trotzdem die ganze Straße gekehrt.
Übertragen heißt das: Schauen Sie nicht auf den Berg an komplexen Aufgaben, sondern picken Sie sich 1 konkrete Maßnahme raus, die Sie ganz leicht in wenig Zeit umsetzen können.
Kleine, einfache Schritte auf dem Weg zur Barrierefreiheit
Hier mal ein paar Ideen, was man als einfache erste Maßnahme oder als kleines Projekt machen könnte, um Barrieren abzubauen:
Handläufe an Treppen anbringen, damit Menschen mit unsicherem Gang sich festhalten und sehbehinderte Menschen sich orientieren können
Markierung von Stufen und Glastüren, damit keiner stolpert bzw. gegen eine Tür läuft
Auf Duftstoffe verzichten und das offen kommunizieren, damit auch Menschen mit einer Sensitivität zu Gast sein können
Das eigene Angebot in der Wheelmap aufrufen und ggfs. die Angaben zur Barrierefreiheit korrigieren, ergänzen, mit Bildern bestücken. Auch Google Maps bietet übrigens immer mehr Möglichkeiten, Infos zur Barrierefreiheit anzugeben. (Diese Portale sind kostenfrei!)
Aufkleber an der Tür anbringen "Assistenzhund willkommen" und den Eintrag meines Angebots in der DogMap überprüfen. (Hier gibt's Aufkleber zum Bestellen gegen Spende und die DogMap: https://www.pfotenpiloten.org/)
Türschilder zur Verfügung stellen für schwerhörige oder taube Übernachtungsgäste. Denn wer nachts ohne Hörgerät schläft oder taub ist, hört einen eventuellen Feueralarm nicht...
Möchten Sie diese Türschilder im eigenen Betrieb einsetzen? Gerne sende ich Ihnen eine Druckvorlage dafür, mit der sie die gewünschte Anzahl einfach nur noch beim Drucker Ihrer Wahl bestellen müssen. Melden Sie sich einfach bei mir!
Der Effekt der kleinen Schritte
Jeder einzelne Schritt bewirkt schon etwas!
Das Thema "Informationen zur Barrierefreiheit" ist zum Beispiel eines, was für die meisten Menschen mit Behinderung die erste riesige Barriere darstellt. Bereits bei der Reiseplanung stoßen sie an die Grenzen.
Kann ich überhaupt einen Tisch in der Gaststätte XY reservieren? Ich weiß ja nicht mal, ob ich reinkomme.
Werden Duftstoffe im Hotel XY verwendet? Wenn ich einen Migräneanfall kriege, ist das kein Urlaub für mich.
Darf ich meinen Hund ins Museum mitnehmen? Einen ausgebildeten Assistenzhund lasse ich nicht vor der Tür.
Jede Info hilft - auch wenn die Info eher "negativ" scheint. ("Bei uns gibt es zwei Stufen am Eingang." - Für Menschen mit Rollator evtl. trotzdem machbar.)
Und was ist jetzt mit den großen Aufgaben?
Die Erfahrung zeigt: Wer mit kleinen Aufgaben startet, kommt ins Tun. Wer etwas tut, wird dafür belohnt - durch das eigene gute Gefühl, manchmal auch von außen. Und das wiederum spornt an für weitere Aufgaben, auch für große.
Irgendwann berücksichtigt man Barrierefreiheit dann tatsächlich nahezu "nebenbei"...
Mehr zu diesem Prinzip "Einfach anfangen" und warum Barrierefreiheit nicht immer den großen Umbau bedeutet, lesen Sie in meinem Einblick hier: Zum Einblick "Einfach anfangen"
Eine Schrift nur aus Punkten? 200 Jahre Braille-Schrift
Viele blinde Menschen zählen sie zu den großen Revolutionen: die Erfindung der Punkt-Schrift für blinde Menschen. Diese Erfindung jährt sich 2025 zum 200. Mal.
Der Erfinder
Der Erfinder und Namensgeber der Schrift, Louis Braille, war intelligent und wissbegierig. Nach seiner Erblindung durch einen Unfall in der Werkstatt seines Vaters wollte er sich nicht damit abfinden, dass er keinen Zugang zu schriftlichen Informationen hatte. Er tüftelte und fand schließlich eine Lösung, wie man tastbare Buchstaben auf relativ wenig Platz unterkriegen konnte - so dass nicht nur Hinweisschilder, sondern ganze Bücher in dieser Schrift gedruckt werden konnten. Für blinde Menschen eine Revolution - und mittlerweile immaterielles Welt-Kulturerbe.
Das Geniale an der Schrift
Braille-Schrift ist nicht nur platzsparend, sondern extrem systematisch und damit leicht lernbar. Das Grundraster besteht aus 6 Punkten, die tastbar gemacht werden. Hierfür werden sie entweder von hinten durch das Blatt gestochen oder von vorne als Lack aufgeträuftelt. Die unterschiedlichen Punkt-Kombinationen ergeben die unterschiedlichen Buchstaben. (Nach diesem Prinzip ist oben unter der Überschrift übrigens "Louis Braille" in Punktschrift geschrieben.)
Neben Buchstaben können nach dem gleichen Prinzip Zahlen, mathematische, physikalische und chemische Formeln und sogar Musiknoten gedruckt werden. Alles schon vom gleichen Erfinder mitgedacht - und einfach genial!
Das 6-Punkte-Prinzip der Braille-Schrift wird übrigens weltweit eingesetzt, wenn es um Schrift für blinde Menschen geht - auch in Kulturen, die nicht unser Buchstaben-System verwenden wie z.B. China oder Arabien.
Kritik: Ist Braille-Schrift noch zeitgemäß?
Natürlich haben blinde Menschen im digitalen Zeitalter auch andere Wege, um an Informationen zu kommen. Außerdem erblinden viele von ihnen erst im Laufe ihres Lebens - sie haben die Braille-Schrift nicht wie geburtsblinde Menschen in der Schule gelernt. Trotzdem muss man bedenken: Es ist nach wie vor der einzige Weg, Informationen eigenständig zu lesen. Und wer am PC mit Braille arbeitet, ist oft schneller als mit dem Screenreader.
Dass Braille-Schrift - entgegen vieler Prophezeihungen - aktuell definitiv nicht ausgestorben ist, zeigt der hohe Andrang nach Kursen zum Erlernen der Schrift. Die "Freunde des barrierefreien Lesens" bieten übrigens auch Schnupperkurse für sehende Menschen an. Lassen Sie sich doch auch mal faszinieren, wie man nur mit den Händen lesen kann!
Tatsächlich würde ich niemandem im Tourismus mehr empfehlen, ganze Kataloge oder Broschüren in Braille drucken zu lassen. Dennoch gibt es viele gute Praxisbeispiele, wo Braille-Schrift Sinn macht. Schreiben Sie die Braille-Schrift also nicht ab! Setzen Sie sie dort ein, wo blinde Menschen noch einen echten Vorteil davon haben.
Zum Beispiel:
auf Schildern und Plänen, die zur Orientierung dienen. Blinde Menschen kennen zwar in der Regel auch die Form "unserer" Buchstaben, lesen Braille aber meist schneller. Wer am Bahnhof flott zum Zug will und sich mal eben vergewissern möchte, dass er an der Treppe zum richtigen Gleis steht, greift zum Handlauf und freut sich über die Beschilderung "Zu Gleis 2" in Braille.
auf Türschildern, z.B. die Zimmernummern im Hotel. Da blinde Menschen nicht jede Tür von oben bis unten abtasten in der Hoffnung, ein taktiles Schild zu entdecken, macht es Sinn, die Beschilderung zum Beispiel am Türgriff anzubringen, wo man ja ohnehin hinfasst.
auf der Titelseite von Broschüren, oder auf Postkarten, die auf eine Broschüre oder auf spezielle Infos für blinde Gäste online hinweisen soll. Hier reicht der Titel der Broschüre bzw. eine kurze Beschreibung, um welche Infos es geht, und dann der Link oder ein QR-Code.
im Restaurant - entweder in Form einer komplett in Braille gedruckten Speisekarte oder als Beschriftung neben dem QR-Code, der zur digitalen (barrierefreien!) Speisekarte führt.
auf Visitenkarten. Die überreichen Sie ja physisch, nicht digital. Klar kann der blinde Geschäftspartner sie scannen, aber das ist ein Umweg - und welche von den 20 gesammelten Visitenkarten war jetzt Ihre?
Gleichzeitig sollten Sie auch diejenigen blinden - und auch die sehbehinderten! - Menschen berücksichtigen, die Braille nicht lesen können. Für sie macht evtl. eine tastbare Pyramidenschrift Sinn oder Audio-Dateien, die je nach Situation und Medium über einen QR-Code abgerufen werden können.
Zurück zu Braille
Leider hat Louis Braille von diesem Erfolg wenig mitbekommen. Zunächst vertuschte sein Vorgesetzter die geniale Erfindung, dann starb Braille früh. Das französische Volk aber ehrte in posthum mit einem Platz in der Ruhmeshalle der Franzosen, dem Panthéon in Paris. In seinem Heimatort Coupvray ist er zudem ein Held! Auf mehreren Reisen, die ich als Reiseleiterin für den Veranstalter "tour de sens" dorthin machen durfte, konnte ich den Stolz des Ortes auf seinen berühmtesten Sohn spüren. Es gibt dort auch immer noch sein Grab - obwohl Brailles sterbliche Überreste ins Panthéon überführt wurden. Einen Teil von ihm hat man nämlich in Coupvray behalten: die "Hände des genialen Erfinders" (so steht es auf dem Grabstein), die für seine Erfindung ja so wichtig waren.
Jubiläumsjahr 2025
Im Jubiläumsjahr finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Halten Sie die Augen offen!
Barrierefreiheit auf Knopfdruck – geht das, was KI-Anbieter versprechen, wirklich?
Künstliche Intelligenz war dieses Jahr in aller Munde. Ein Wunder, dass es nicht zum Wort des Jahres gekürt wurde. Immerhin auf Platz 4 hat es der „KI-Boom“ geschafft.* Dieser Boom hat nicht Halt gemacht vor der Barrierefreiheit – zum Glück! Denn tatsächlich kann KI schon einiges leisten, was zu Verbesserungen für Menschen mit Behinderung führt.
Gutes Beispiel von KI und Barrierefreiheit
Beispiel: Be my eyes. Die App gibt es schon einige Jahre und bisher funktionierte sie so:
Ein blinder Mensch hat zwei Konservendosen vor sich und fragt sich, welche von beiden die Tomaten beinhaltet und welche die Kokosmilch. Er öffnet die App, lässt sich mit einem sehenden Menschen verbinden, der die App installiert hat, und zeigt diesem die beiden Dosen. Die sehende Person sagt: „Tomaten links, Kokosmilch rechts“ und schon kann der blinde Mensch weiterkochen.
Mit Hilfe von KI können blinde Menschen nun die gleichen Infos bekommen, aber ohne sehende Menschen einzubinden – 24/7 und relativ zuverlässig. (Wobei ich von blinden Menschen gehört habe, dass sie das tatsächlich eher für die Tomaten-Kokosmilch-Kategorie nutzen würden und noch nicht für Medikamente oder ähnliches…)
KI und Leichte Sprache
Auch im Bereich der Leichten Sprache wird seit diesem Jahr KI eingesetzt. Prinzipiell sehe ich (und viele andere Übersetzerinnen) das positiv, denn so viele Texte, wie wir uns eigentlich in Leichter Sprache wünschen würden, kriegen wir gar nicht hin. Zeitkritische Infos sind sowieso schwierig, denn der bisherige Übersetzungsprozess ist bei Leichter Sprache relativ langwierig – mit einer Übersetzung innerhalb von Stunden, geschweige denn Minuten, darf man nicht rechnen.
ABER – und jetzt kommt das große ABER – ganz so einfach, wie einige Anbieter das propagieren („Leichte Sprache auf Knopfdruck“) ist es dann leider doch nicht, und zwar unter anderem aus folgenden Gründen:
Texte in Leichter Sprache sind in der Regel keine 1:1-Übersetzungen vom Ausgangstext. Inhalt wird ausgewählt, evtl. wird weiter ausgeholt / Erklärungen ergänzt, die Reihenfolge wird verändert, u.v.m. All das tut der Übersetzer mit Blick auf unter anderem das verwendete Medium, den Zweck der Infos und die Aufmerksamkeitsspanne der Leserinnen.
Texte in Leichter Sprache unterliegen nicht nur inhaltlichen Regeln, sondern auch gestalterischen – denn Lesen ist ja eine der Herausforderungen der Zielgruppe. Dazu gehört neben der passenden Schrift auch Bilder, die Orientierung schaffen und die Verständlichkeit auch für schlechte Leser ermöglichen sollen.
Texte in Leichter Sprache werden nie von „Muttersprachlern“ verfasst – und sollten deshalb zumindest von ihnen gegengelesen werden. Beim sogenannten „Prüfen“ kommen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu Wort und geben klipp und klar Rückmeldung, ob ein Text wirklich leicht verständlich ist oder nicht.
Und wenn Sie selbst mal ganz ehrlich sind: Welchen KI-generierten Text können Sie aktuell denn wirklich 1:1 für Ihre Arbeit, Ihr Marketing, etc. übernehmen, ohne vorher nochmal mit Ihrem Fachwissen einen Blick darauf geworfen zu haben? Und wenn das bei den Texten in Standard-Sprache noch nicht zu 100 % zuverlässig funktioniert – wieso sollten die Ergebnisse dann genau in einem Bereich, für den man bisher immer Experten gebraucht hat, besser sein?
Auch Internetseiten werden nicht auf Knopfdruck barrierefrei
Einen ähnlichen Anspruch wie KI-Tools für Leichte Sprache erheben auch sogenannten Overlay-Tools im Zusammenhang mit barrierefreien Internetseiten. Manche Anbieter versprechen, dass man sich die Mühe, eine ganze Internetseite barrierefrei zu programmieren, sparen kann, wenn man eine Sidebar mit bestimmten Optionen einblendet wie z.B. Kontrast und Vergrößerung. Auch hier kommen Experten zu dem Schluss: Diese Tools haben sicherlich ihre Berechtigung, ersetzen aber nicht die barrierefrei programmierte Seite. Hier geht’s zum gemeinsamen Statement der Überwachungsstellen des Bundes und der Länder für Barrierefreiheit von Informationstechnik
Und so ist auch am Ende dieses (was die KI-Entwicklung angeht) rasanten Jahre nicht alles Gold, was glänzt, und Barrierefreiheit (leider!) noch nicht auf Knopfdruck zu erreichen…
* Auf Platz 3 ist übrigens ein Wort gelandet, dass ich im Zusammenhang der barrierefreien Kommunikation mindestens ebenso spannend finde: „leseunfähig“. Lesen Sie dazu gerne meinen Beitrag auf Linked-In.
Barrierefreiheit und Gendern – schließt sich das nicht gegenseitig aus?
Für die einen ist es ein leidiges Thema, das die Sprache verkompliziert, andere sehen darin die ultimative Lösung zur Gleichstellung aller Menschen – kaum jemand kommt aktuell am Thema Gendern vorbei. Im Bereich der Barrierefreiheit wird munter gegendert, denn man möchte hier Zeichen setzen. Alle Menschen sollen angesprochen werden, sich angesprochen fühlen – egal ob mit oder ohne Behinderung, egal welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen (bzw. ob überhaupt). Denn wir können ja nicht für die eine Minderheit kämpfen (indem wir Barrieren beseitigen) und dabei andere Minderheiten ausschließen…
Deshalb ist grundsätzlich also schon einmal klar: Wir sollten gendern. Aber ist denn das Gendern an sich überhaupt barrierefrei oder baut zum Beispiel ein Satzzeichen mitten im Wort nicht eher eine neue Barrierefrei auf?
Warum sollte Gendern ein Problem für die Barrierefreiheit sein?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns ansehen, wie aktuell gegendert wird.
Indem nicht nur die männliche Form eines Wortes, sondern auch die weibliche genannt wird. Zum Beispiel im Vorwort einer Broschüre: „Liebe Leserinnen und Leser, …“
Mit Hilfe von Wörtern, die kein Geschlecht ausdrücken, wie zum Beispiel „Team“ statt „Mitarbeiter*innen“, „Mensch“ statt „Mann/Frau“. In diesem Zusammenhang werden aktuell aber auch ganz neue Wörter geschöpft, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab. Oft nutzt man damit eine Partizip-Form: Lesende, Teilnehmende, Studierende usw.
Mit Hilfe von Sonderzeichen, die vor die weibliche Endung eines Wortes gestellt werden. Beispiele: Leser*innen, Leser:innen, Leser_innen, LeserInnen.
Und für wen sollten diese Möglichkeiten zu gendern ein Problem sein?
Menschen mit Leseschwäche bevorzugen kurze Wörter – im Beispiel der Beidnennung der Geschlechter „Liebe Leserinnen und Leser“ steht das längere Wort allerdings an erster Stelle.
Menschen mit Lernbehinderung, aber auch viele weitere Menschen, verstehen neue Wörter nicht. Es kursiert die Geschichte, dass zwei Menschen auf einem Gehweg laufen und auf ein Schild stoßen – einer liest und fragt sich: Wer sollen denn jetzt schon wieder „Gehwegende“ sein? Der andere stellt klar: Das ist nicht gegendert, es ist schlicht und einfach das Gehweg-Ende…
Vorleseprogramme, die zum Beispiel für blinde Menschen Texte in Worte fassen, haben Schwierigkeiten mit Sonderzeichen mitten im Wort. Sie machen evtl. unnötige Pausen oder lesen das Zeichen vor – beides stört den Lesefluss.
Gendern, ja – aber verständlich!
Es kommt also darauf an, WIE gegendert wird. Welche Möglichkeiten bleiben mir denn, wenn ich möglichst verständlich gendern möchte?
Hier kommt eine aktuelle Studie von CAPITO ins Spiel. Untersucht wurde die Verständlichkeit beim Gendern nach verschiedenen Methoden, und zwar auf Basis von drei verschiedenen Personengruppen: Menschen, die die einfachste Variante des Deutschen benötigen, also Leichte Sprache (oder Sprachniveau A1). Menschen, für die es etwas schwieriger sein darf (Sprachniveau A2) und Menschen, die einfache Sprache benötigen (Sprachniveau B1).
Laut der Studie bleiben folgende Möglichkeiten zu gendern:
Nennen Sie beide Geschlechter – in der Leichten Sprache allerdings die männliche (kürzere) Form zuerst. Beispiel: „Liebe Leser und Leserinnen, …“
Nutzen Sie neutrale Begriffe, allerdings bekannte! Zum Beispiel ist „Team“ oder „Mensch“ bekannt, „Studierende“ o.ä. nicht!
Wenn Sie mit Sonderzeichen gendern möchten, dann mit dem Gender-Stern *, denn dieser wird von Menschen mit Sprachniveau A2 und B1 verstanden – für Menschen mit Sprachniveau A1 bräuchte es eine Erklärung des Sterns, aber dann ginge es auch für sie. Und Vorleseprogramme? Werden nach und nach angepasst. In den meisten Programmen wird der Gender-Stern schon gut vorgelesen – bzw. haben sich blinde Menschen, so wie Sehende, wohl schnell an den Stern mitten im Wort gewöhnt, wie Heiko Kunert, der Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehinderten-Verbands Hamburg in seinem Blog kommentiert.
In diesem Sinne:
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, liebe Leserinnen und Leser / liebe Leser und Leserinnen / liebe Leser*innen!
Der Reisemaulwurf – Reisen mit / trotz Pflegebedürftigkeit
Ein Mann, eine Vision: Reisen für pflegebedürftige Menschen – das ist es, was André Scholz mit seinem Verein Reisemaulwurf e.V. ermöglichen möchte.
André Scholz ist einer der MosGiTo-Partner, die sich aus vollstem Herzen heraus für Barrierefreiheit einsetzen. In der Kategorie „Weggefährten“ gibt MosGiTo Einblicke in die Arbeit dieser Partner.
Herr Scholz, lieber André, kannst Du uns in 5 Sätzen erklären, was der Reisemaulwurf e.V. macht?
Wir kümmern uns deutschlandweit um Auszeit und Erholung für hilfe- und pflegebedürftige Menschen sowie ihre pflegenden Angehörigen. Wir beraten kostenlos, insbesondere telefonisch, im Berliner Raum aber auch persönlich, zum individuellen Reiseerlebnis. Doch der Bedarf für unser Angebot ist enorm und wächst – nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie hoch der Druck auf der Pflege lastet. Erst, wenn „Reisen für alle“ in der Mitte der Gesellschaft angekommen und selbstverständlich ist, ist die soziale Teilhabe gelungen. Gleichzeitig setzt der Verein auch auf der Angebotsseite an und animiert die Tourismusbranche, mehr Reiseangebote zu schaffen, die für pflegebedürftige Menschen geeignet sind.
Kurz zum Hintergrund: Wie kamst Du auf die Idee, den Reisemaulwurf zu gründen?
Tatsächlich durch jahrzehntelange private und berufliche Erfahrung: Ich bin selbst examinierter Altenpfleger und habe viele Jahre als Fachkraft im ambulanten und stationären Altenpflegebereich, Pflegeberater und Case Manager gearbeitet. Auch hatten wir jahrelang eine Pflegesituation in der eigenen Familie.
Dabei musste ich immer wieder feststellen, dass es kaum Angebote und wenig Beratung zum Thema Auszeit und Erholung für pflegebedürftige Menschen und deren pflegende Angehörige gibt. Bei Hausbesuchen hängen oft Urlaubsbilder an der Wand – aber wenn eine Pflegesituation eingetreten ist, denkt keiner mehr ans Reisen, obwohl eine Auszeit für alle dringend notwendig wäre.
Um das zu ändern, habe ich zunächst eine Reisebörse ins Leben gerufen, bei der Menschen, die in der Pflegeberatung tätig sind, sich über die Reisemöglichkeiten für Pflegebedürftige und deren Angehörige informieren konnten. Die Reisebörse lief drei Jahre lang erfolgreich, dann wollte ich mehr – ich wollte permanent Brücken schlagen. 2016 habe ich den Verein Reisemaulwurf gegründet, der seit Februar 2017 die Anerkennung der Gemeinnützigkeit hat. Und der Erfolg gab mir Recht: Der Verein Reisemaulwurf stieß von Anfang an auf großen Zuspruch.
Tun pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen sich denn leicht damit, das Thema Reisen doch wieder zu denken, wenn sie vom Reisemaulwurf hören?
Nein. Viele denken, dass dieser Traum nun ausgeträumt ist und Reisen nicht mehr möglich sind mit Pflegebedürftigkeit. Ich sehe jeden Tag wie belastet Familien oder pflegende Ehepartner und Ehepartnerinnen sind. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, wie selbstverständlich und gerne heute Pflegebedürftige früher gereist sind. Im Beratungsgespräch gilt es darauf einzugehen, Mut zu machen, Fantasie, Träume und Erinnerungen wecken – und schrittweise aufzuzeigen, dass Reisen möglich sind. In der Regel sind die Menschen dann schnell hellhörig – das grundsätzliche Bedürfnis, zu reisen und Auszeit vom Alltag zu erleben, ist immer noch da. Viele freuen sich, wenn ihnen jemand Mut zuspricht: Ja, Sie können noch verreisen – trotz Pflegebedürftigkeit! Deshalb sind persönliche Beratungen in diesem Segment sehr wichtig – und auch, weil die Bedürfnisse so unterschiedlich sind, auch bei gleicher Diagnose.
Es gibt aber auch nicht wenig Familienangehörige, die im Internet nach Angeboten suchen, um zum Beispiel ihren Eltern mit Hilfe- und Pflegebedarf einen Urlaub zu ermöglichen. Das kann allein sein, mit Pflege und Betreuung am Urlaubsort oder in Begleitung der Kinder und weiteren Familienangehörigen.
Was wünschen pflegebedürftige Menschen sich von der Tourismusbranche? Welche Angebote gibt es bereits, die gut funktionieren, welche fehlen schlicht und einfach noch?
Eigentlich bin ich ja gelernter Koch und habe vor fast 20 Jahren den Diplom-Pflegestudiengang abgeschlossen mit der Idee im Kopf, durch ein eigenes Pflegehotel Gastronomie, Hotellerie und Pflege zu kombinieren. Das eigene Hotel blieb bisher ein Traum, aber einige wenige Vorreiter gibt es mittlerweile bereits. Einen Überblick gibt es auf der Internetseite des Reisemaulwurfs.
Zum Punkt „was noch fehlt“, kann ich dir tatsächlich verschiedenste Beispiele nennen. Viele pflegende Angehörige wünschen sich eine Betreuung für den Pflegebedürftigen, stundenweise oder tagesweise, so wie es sie beispielsweise am Wohnort in einer Tagespflege gibt. Solche Angebote gibt es kaum.
Oft wird auch ein Haustürservice nachgefragt, da viele ältere pflegende Angehörige nicht mehr Auto fahren und die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich ist. Das ist ein extrem großes Hindernis, da individuelle Fahrdienstleistungen häufig kostspielig sind.
In etwa der Hälfte der Reiseberatungen geht es um Pflege am Urlaubort. Das hängt mit dem Alter, der Diagnose und dem Pflegegrad des Pflegebedürftigen zusammen. Leider fehlt es hier an der Zusammenarbeit zwischen Tourismus (Hotel) und Pflege (Pflegedienst am Urlaubsort). Zunehmend fehlen aber schlichtweg die Kapazitäten der Pflegedienste, um Leistungen im Hotel oder Ferienwohnung anbieten zu können – Stichwort massiver Personalmangel.
Schwierig ist es geeignete Angebote zu finden. Für unsere Recherche ist die Datenbank „Reisen für Alle“ sehr hilfreich, aber nicht jeder Anbieter ist in der Datenbank. Die Bereitschaft, Pflegebedürftige und deren pflegende Angehörige anzusprechen, ist oft nicht sehr hoch, dabei steckt darin so viel Potenzial! Ein gutes Angebot kann außerdem nur gefunden werden, wenn es entsprechend kommuniziert wird.
Ein weiterer Punkt: Das Personal im Tourismus muss für diese Zielgruppe speziell geschult sein. Sie müssen wissen, welches Verhalten bei welchem Gast erforderlich ist und wie sie Umgang und Kommunikation gestalten.
Du hast auch davon gesprochen, dass du Brücken zum Tourismus baust. Wie kann die Tourismusbranche vom Reisemaulwurf profitieren?
Zunächst lass mich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es noch viel zu wenig Angebote für die etwa 4,5 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland gibt. Bis 2030 sollen es sogar bis zu 5 Millionen werden. Der Markt und die Nachfrage wachsen stetig – ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber die Chance, diesen Menschen eine Perspektive auf Erholung zu bieten, sollte man nicht verpassen und den demografischen Wandel nicht ignorieren.
Die Tourismusbranche kann durch uns dabei auf verschiedene Arten profitieren. Zum einen fungiert der Reisemaulwurf als Schnittstelle zwischen Tourismus und Pflege. Wir haben ein riesiges Netzwerk mit Kontakten in Kommunen, Ämtern, Vereinen und Verbänden. Gemeinsames Auftreten und Kommunikation, beispielsweise auf Pflegekongressen, können den Grundstein für eine Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und Produktentwicklung legen. Dafür könnten touristische Anbieter beispielsweise Fördermitglieder im Verein werden und werden dann auch auf der Internetseite präsentiert. Reinschauen lohnt sich!
Darüber hinaus können touristische Anbieter von meinem Fachwissen profitieren: Ich kann Screenings und Assessments für die Zielgruppe durchführen, als Ansprechpartner für individuelle Fragen von Gästen dienen und als Berater für touristische Unternehmungen gebucht werden.
Denn eines steht fest: Die Vision „Reisen für alle“ können wir nur verwirklichen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.
Lieber André, vielen Dank für das Gespräch und Dein großes Engagement!
tour de sens - der inklusive Veranstalter, der Augen öffnet
Mit blinden Menschen unterwegs zu sein, verändert die eigene Perspektive. Davon sind Johanna und Laura Kutter überzeugt, als sie vor 10 Jahren den Reiseveranstalter „tour de sens“ gründen. Ich teile diese Erfahrung und freue mich jedes Mal, wenn ich eine der tour de sens-Reisen leiten darf. So zum Beispiel Mitte Juli in Oberfranken.
Aber von vorne. Was ist das Besondere an tour de sens?
Tour de sens veranstaltet Reisen für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen, und zwar Wander- oder Studienreisen in Gruppen, in denen alle profitieren: Blinde und sehbehinderte Gäste profitieren von besonders auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Reisen, samt Begleitperson sofern erforderlich. Sehende Gäste profitieren von intensiven Reiseerfahrungen, denn wer in Worte fasst, was er sieht, reist bewusster und das Gesehene prägt sich ein. Wer noch nie zuvor direkten Kontakt mit blinden oder sehbehinderten Menschen hatte, wird zusätzlich noch um die Erfahrung reicher, dass eine Sehbehinderung das Reiseverhalten nicht einschränken muss.
Wie vermittelt man „Sehens“würdigkeiten an blinde und sehbehinderte Menschen?
Neben den bereits erwähnten Beschreibungen gibt es tolle Möglichkeiten, die anderen Sinne anzusprechen. Typische Kulinarik verkosten, Düfte einbauen (z.B. im Kräutergarten oder in der Kaffeerösterei) oder Klänge, wobei Musik genauso attraktiv sein kann wie erholsame Stille. Auch der Tastsinn hilft vielen blinden Menschen (Achtung, nicht allen!) bei der Erkundung der Umgebung. Tastmodelle von Städten oder einzelnen Gebäuden können manches veranschaulichen, auch das Erfühlen von Gesteins- oder Stoffproben können informativ sein. Insgesamt fällt schnell auf: vieles von dem, was man speziell für blinde und sehbehinderte Gäste ins Programm nimmt, bereichert auch das Erlebnis für die Sehenden.
Meine augenöffnenden Erlebnisse als Reiseleiterin für tour de sens
Für mich als Reiseleiterin haben die Reisen mit tour de sens einen ganz besonderen Mehrwert. Selten erlebt man so ein angenehmes Gruppengefühl, so ein kommunikatives und offenes Miteinander. Außerdem werden mir tolle Einblicke gewährt in die Welt der blinden und sehbehinderten Menschen, die mir von ihrem Alltag berichten und die ich durch die Begleitung auf Reisen als Freunde auf Augenhöhe gewinne.
Ich erinnere mich an eine interessante Diskussion über eine neue App, die Joghurtbecher zu Hause im Kühlschrank scannt und die Geschmacksrichtung ansagt – einige blinde Gäste fanden das eine tolle Neuerung, andere fanden das total überflüssig nach dem Motto „ich kauf doch eh nur Joghurt, den ich mag, da ist es mir doch egal, ob ich heute den Heidelbeer-Joghurt und morgen das Bircher Müsli esse oder andersrum“. – Hm. Wäre für mich eigentlich nicht egal, aber diesen kleinen Luxus, immer genau zu wissen, was ich esse, hatte ich mir vorher nie bewusst gemacht… Oder die berühmte Frage, was ein blinder Mensch eigentlich träumt – in Paris hatte ich darüber ein tolles Gespräch beim Frühstück.
Durch meine Reiseleitungen für tour de sens sind mir die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Reisender glasklar vor Augen – was auch der Qualität meiner Schulungen zugutekommt. Allerdings wurde mir mit dem Blick aus der Veranstalter-Brille leider auch etwas anderes klar: Der Destinationsbereich, in dem ich mein vorheriges berufliches Leben verbracht hatte, ist für die Zusammenarbeit mit Veranstaltern – vor allem wenn sie spezialisiert sind – oft schlecht aufgestellt. Zuletzt musste ich die Erfahrung machen auf meiner Kurz mal raus-Tour für tour de sens nach Oberfranken. Ich nehme vorab Kontakt auf mit der Tourist-Information in Bamberg und frage nach Tastmodellen in der Stadt und die Antwort lautet: Ja, da hatten wir mal welche und die müssten auch noch da sein…
Was wünscht sich Inhaberin Laura Kutter von der Tourismusbranche?
Laura Kutter würde sich deshalb speziell von Tourist-Infomationen mehr zuverlässige Unterstützung wünschen.
In der Tourist-Info muss bekannt sein, ob es Tastmodelle in der Stadt gibt oder besondere Orte, an denen man z.B. durch andere Sinne blinden Menschen den Ort näherbringen kann. Wo gibt es ruhige Orte oder besondere Akustik, Düfte oder Verkostungen auf die Hand – und wo saubere Toiletten?
Führungen speziell für blinde und sehbehinderte Menschen buchbar im Programm zu haben, und zwar nicht nur die Standard-Altstadtführung sondern vielleicht auch die Führung „Auf den Spuren lokaler Brauereien“ oder was sonst so im Programm für alle ist, wäre ein weiterer wünschenswerter Vorteil für den Veranstalter. Aktuell macht Laura Kutter viele Führungen einfach selbst, weil sie schon oft die Erfahrung gemacht hat, dass sich das angebotene Programm nicht oder zu wenig an den Bedürfnissen blinder und sehbehinderter Menschen orientierte und Gästeführer*innen keine Informationen über die spezifischen Anforderungen haben, geschweige denn Erfahrungen mit einer blinden- und sehbehindertengerechten Führung gemacht hatten.
Bei Programmempfehlungen sollten blinde und sehbehinderte Menschen nicht unterschätzt werden. Wenn nach einem Wanderweg gefragt wird, müssen es nicht ausschließlich asphaltierte Strecken sein. Blinde Menschen können mit unwegigem Gelände genauso umgehen wie mit Steigungen und langen Touren – oder sie kommen aus der Puste, aber das ist bei sehenden Menschen dann genauso häufig der Fall…
Im Hotel steht die bauliche Barrierefreiheit für diese Personengruppe im Hintergrund. Viel wichtiger ist der sensible Umgang des Personals mit den Gästen, die z.B. Unterstützung beim Auffinden des Zimmers benötigen (zumindest beim ersten Gang dorthin) oder am Frühstücksbüffet.
Und Sie, liebe Leserin, lieber Leser?
Wie geht es Ihnen als Touristikerin oder Touristiker mit der Zielgruppe der blinden und sehbehinderten Gäste? Wäre eine Reise mit tour de sens vielleicht auch für Sie hilfreich – beruflich und persönlich? Sie können sich als sehender Gast jederzeit anmelden – auch ohne Vorerfahrungen. Und das Reiseangebot ist soo vielfältig!!
Mein Newsletter gibt Ihnen ungefähr alle 2 Monate einen Überblick über aktuelle Termine und spannende Hintergründe – ganz spezifisch zusammengestellt für Tourismusakteure auf dem Weg zur Barrierefreiheit.
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